Video von Katzenpfotennebel NGC 6334. Zoomfahrt aufgenommen im sichtbaren und infrarotem Licht mit  den neuen Teleskop der ESO (VISTA) am Paranal-Observatorium in Chile.

Zur umfangreichen Linkliste.

Virtueller Flug über den Mond

Video: Atacama sternenklare Nächte: Episode I

Sombrero Galaxy

Kombination aus Infrarot und visuellem Bild Sombrero Galaxy

M16_Compo_v3

Adlernebel aufgenommen visuell von Hubble,
in  Röntgenspektrum von XMM Newton,
und im Infraroten von Herschel.

Katzenauge

Katzenauge
NGC 6543

helixnebel

Das Auge von Sauron
Der Helixnebel

eso1205d

Helixnebel  NGC 7293
Aufnahme von VISTA und La Silla Teleskop der ESO

Andromeda

Infrarotaaufnahme von der
Andromeda Galaxie

Cartwheel Galaxy

Cartwheel Galaxy
Falschfarbenkomposition

Aufnahmen von Hubble- und Spitzer Teleskop der NASA
Credit:
NASA, ESA

Aufnahme von Chandra-, Hubble- und Spitzer Teleskop der NASA
Credit:
NASA, ESA

News Ticker Astronomie   

01.07.17       LIGO findet dritte Gravitationswelle innerhalb von eineinhalb Jahren.

Die Gravitationswelle GW170140 wurde von zwei sich verschmelzenden schwarzen Löchern ausgelöst, die die Detektoren schon am 4. Januar 2017 traf. Ihre Massen betrugen  31 bzw. 19 Sonnen. Da ihre Rotationsachsen nicht gemeinsam ausgerichtet waren, stammen sie nicht wie üblich aus einen Doppelsternsystem. Sie wurden durch äußere Kräfte (dichte Sternhaufen) auf Kollisionskurs gebracht.    Das neu entstandene Schwarze Loch hat nun die Masse von rund 49 Sonnen. Es liegt damit genau zwischen den bisher gefunden schwarzen Löchern.  Mit rund 3 Milliarden Lichtjahre Entfernung ist es doppelt so weit entfernt wie ihre Vorgänger.   Mehr

31.05.17       Saturnmond Enceladus einst umgekippt.

Nach einer genaueren Analyse der Oberflächenstruktur und Massenverteilung spricht alles dafür, dass die Rotationsachse von Enceladus vor langer Zeit um 55° “umgekippt” ist. Dadurch läßt sich auch die jetzige  Asymmetrie der Pole erklären. Ursache könnte ein Asteroideneinschlag gewesen sein. Zur Sonderseite

29.07.17       Nix mit Supernova. Riesenstern verschindet und wird ein Schwarzen Loch.

Durch eine gewaltige Explosion sprengen große Sterne ihre äußere Hülle ab, während der Rest sich immer weiter verdichtet. Dabei können sie sich je nach Masse bis zum Schwarzen Loch verdichten. Nicht so beim Riesenstern N6946-BH1. Innerhalb von acht Jahren kollabierte der leuchtende Stern still und heimlich zu einem S. L.  Nur im Infrarotbereich ist ein schwaches glühen noch erkennbar. Wahrscheinlich wird es durch Gaswolken die in das Schwarze Loch stürzen verursacht. Diese Beobachtung könnte nun erklären warum es so viele erstaunlich schwere, stellare Schwarze Löcher gibt. 

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© NASA/ESA/C. Kochanek (OSU) (Ausschnitt)

Linkes Bild: 2007 war der Stern noch deutlich in der “Feuerwerksgalaxie” NGC 9646 zu sehen.
Rechtes Bild: acht Jahre später ist er verschwunden.

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26.05.17       Baubeginn des größten optisch- nahinfraroten Teleskops der Welt.

Das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO bekommt einen 39 m großen Hauptspiegel. Dieser besteht aus 798 sechseckigen Spiegeln von jeweils 1,4 m Größe. Sein Standort liegt auf dem Paranal in Chile unweit vom VLT, die dann gemeinsam vom Paranal-Observatorium aus bedient werden.

19.04.17       Bester Exoplanet Kandidat für die Suche nach Leben entdeckt.

Der 40 Lichtjahre entfernte roten Zwergstern LHS 1140 im Sternbild Walfisch beherbergt eine Supererde mit 1,4 Erdmassen. In der bewohnbaren Zone umkreist er alle 25 Tage sein Mutterstern. Entdeckt  wurde der Planet mit dem La Silla-Teleskop von der ESO, die erst vor 2 Wochen einen spektakulären Planeten entdeckte. S. unten 

19.04.17       620 m großer Asteroid fliegt an der Erde vorbei.

Trotz seine gefährlichen Größe ist 2014 JO25 keine Gefahr, da er in 1,6 Mill. km Entfernung die Erde passiert. 2027 rückt uns dagegen der 800 m Brocken 1999 AN 10 bis auf 380.000 km auf die Pelle.

18.04.17       Dunkle Materie versteckt sich im Halo der Galaxien und bilden Brücken zwischen Galaxien-paaren.

Obwohl 80% des Universums aus diesem mysteriösen Partikeln besteht, kann man sie nur indirekt über die Gravitation entdecken. Mit dem Durchmusterungsteleskop SDSS wurden die Brücken bei 23.000 Paaren entdeckt. Sie sind durchschnittlich 23 Millionen Jahre lang und 8 Millionen Jahre breit. dabei sind sie schwer wie 16  Billionen Sonne Massen. Auch entdeckten sie dass die Halos um die Milchstraße und anderen Galaxien  eine deutlich größere  Ausdehnung haben. Die Wasserstoff-Dunstglocken lösen nun einen großen Teil des Problems der fehlenden Masse von Galaxien.

06.04.17       Erstmals Exoerde mit einer dichten Atmosphäre entdeckt.

Exoplanet GJ 1132b ist 39 Lichtjahre entfernt und umkreist den Zwergstern GJ 1132 in 1,6 Tagen.Seine Masse  ist rund 1,6 mal größer als die der Erde. Trotz seiner Nähe zum Stern hat er eine Atmosphäre die wahrscheinlich aus Wasserdampf oder Methan besteht. Entdeckt  wurde der Planet mit dem La Silla-Teleskop von der ESO.

22.03.17       Viel los auf dem Kometen 67P “Tschuri”. Kometenklippe kollabiert.

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Die breite Staubwolke in Bild links Mitte die Rosetta am 10. Juli 2015 fotografierte wurde von einem 70 m langen und 1 m breiten Klippensturz verursacht. Das Material stürzte dabei 134 m in die Tiefe. Ganz links die noch intakte Aswan-Klippe. Der Pfeil markiert Bruchstelle. Im rechten Teil oben sieht man das frisch freigelegte helle Material. Die Klippe liegt in der Seth-Region gelbes Rechteck. 

Collapsing_cliff_medium

Copyright ESA / Rosetta / NavCam - CC BY-SA IGO 3.0; ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA

PIA21565

Bild rechts:
Weitere Stelle auf dem Kometen die sich verändert haben.
 Mehr

PIA21566

Bild links: Nicht nur Klippen brechen ab, sondern auch dieser 30 m und 12,7 t schwere Brocken (Pfeil) wurde 140 m weit bewegt. Zwei weitere atemberaubende 3-D Bilder von der Aswan- Klippe. Zu Bild 1 und Bild 2Rot-Grün-Brille benutzen.   

15.03.17       Dunkle Materie im frühen Universum mit deutlich weniger Einfluss als vermutet.

Als vor 10 Milliarden Jahren in den massereichen Galaxien die Sternenentstehung ihren Höhepunkt hatte, dominierte die gewöhnliche Materie. Dies äußert sich durch die unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit gegenüber heutigen Galaxien. Bei jungen Galaxien fällt im äußerem Bereich die Geschwindigkeit deutlich ab, ganz im Gegensatz zu den heutigen älteren Galaxien bei dehnen der innere wie äußere Bereich gleich schnell rotiert.  Entdeckt wurde diese Phänomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik.

15.03.17       Neue Überraschung von Exoplanetensystem TRAPPIST-1

Erste Auswertungen des Weltraumteleskop Kepler ergaben eine deutlich längere Umdrehung des Zwergstern TRAPPIST-1. Statt 1,2 Tage sind es  3,3 Tage. Dies hat Auswirkungen auf sein geschätztes Alter. Es steigt nun von 500 Millionen auf 3 bis 8 Milliarden Jahre. Damit ist das System unserm Sonnensystem ähnlich. Somit steigt die Hoffnung auf ein belebtes System.  Mehr

09.03.17       Subaru-Teleskop veröffentlicht ihre “kosmische Volkszählung”.

Der erste Datensatz des Hyper Suprime-Cam Subaru Strategic Program (HSC-SSP) ist nun frei zugänglich. Die schönsten Bilder aus einem 80 Terabyte Datensatz können über eine spezielle Datenbank abgerufen werden.  Zur Webseite

08.03.17       ALMA findet Sauerstoff und Sternenstaub bei der weitentferntesten Galaxie die je beobachtet wurde.

Das Licht von der Geburt der Galaxie A2744_YD4 entstand gerade mal als das Universum 600 Millionen Jahre jung war. Schon in dieser Frühphase muss es daher schon Supernovae aus der ersten Sternengeneration  gegeben haben. Sie erzeugen während ihres Todes die Wolken aus Sternenstaub und Sauerstoff.

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Die Aufnahme zeigt den Galaxienhaufen Abel 2744. Aufgenommen mit dem Hubble-Weltraumteleskop. Das kleine rote Bild  zeigt die Galaxie A2744_YD4. Aufgenommen mit dem ALMA- Teleskop. Kredit: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), NASA, ESA, ESO and D. Coe (STScI)/J. Merten (Heidelberg/Bologna)

07.03.17       Die weißen Flecken im Occator Krater auf Ceres sind deutlich jünger als gedacht.

Die weißen Salzablagerungen in Mitten des Kraters haben sich nicht wie vermutet während der Krater Entstehung gebildet. Sie bildeten sich erst durch Kryovulkanismus vor etwa 4 Millionen Jahre. Neben den Zwergplanet Cerses hat auch der Saturnmond Enceladus und Pluto diese Form  des Vulkanismus.  Mehr

25.02.17       Ein Video über die Atmosphäre des Jupiters.

Zwischen Dezember 2014 und März 2015 haben 91 Amateurfotografen 1000 hochauflösende Bilder von Jupiter gemacht. Diese wurden zu einem sehenswerten  Film zusammen gefasst.  Zum Video

22.02.17       Kühler Zwergstern mit gleich sieben erdgroßen Planeten entdeckt.

Davon befinden sich mindestens drei in der bewohnbaren Zone. Entdeckt wurde dieses außergewöhnliche System durch eine zusammenarbeit von drei Teleskope mit Hilfe der Transit-Methode. Neben den ESO Teleskopen TRAPPIST-South am La Silla Observatorium und den VLT, war auch das Weltraumteleskop Spitzer beteiligt. TRAPPIST-1 ist nur etwas größer als Jupiter. Sein Planetensystem passt in die Umlaufbahn des Merkurs. Es liegt im Wassermann in rund nur 40 Lichtjahre Entfernung. 

12.01.17       Spektakuläre Explosion am Himmel um das Jahr 2022 erwartet. Zwei Sternen auf Kollisionskurs

Das Binärsystem KIC 9832227 befinden sich in eine Todesspirale in 1800 Lichtjahren Entfernung. Dabei umkreisen sich die beiden Sterne alle 11 Stunden. Sie sind sich schon so nah, daß sie eine gemeinsame Atmosphäre bilden. Zwischen 2021 bis 2023 werden sie dann in einer gewaltigen Explosion  Verschmelzen. Noch nie zuvor ist ein solches Ereignis zeitlich vorhergesagt und in seiner Gesamtheit beobachtet worden.  Da das Schauspiel im Sternbild Schwan statt findet, ist es auch für uns  günstig zu beobachten. Die Menschheit hat sozusagen einen Logenplatz um live mit dabei zu sein, obwohl eigentlich diese kommende Ereignis schon längst vor 1800 Jahren stattfand. Das Licht hat uns nur noch nicht erreicht.

04.01.17       Nach fast 10 Jahren ist die Quelle eines der seltenen und kurzen kosmischen Radiowellen Ausbrüche gefunden.

FRB 121102 stammt aus einer Zwerggalaxie in 3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Das nur wenige Millisekunden lang andauernde Signal wurden zuletzt 2012 wieder entdeckt. Mit Hilfe mehrere Radioteleskope gelang nun im Herbst 2016 die genaue Lokalisierung. Wie solche hochenergetischen  Ausbrüchen entstehen ist noch nicht geklärt.

02.01.2017   Mars hatte über Hunderte von Jahrmillionen Wasser auf seine Oberfläche..

Dies ergaben Untersuchungen der Sedimentstrukturen, die sich vor etwa 3,8 Milliarden Jahre gebildet haben. Diese Strukturen sind in den großen Einschlagskrater zu erkenne. Dort wurden auch Tonminerale entdeckt, die sich nur mit Hilfe von Wasser bilden können. Ob diese Feuchtphase allerdings ausgereichte um Leben zu bilden, hängt unter anderem auch davon ab, ob es nur eine durchgängige oder mehre “kurze” feuchte Phasen gegen hat.

2016

29.12.16       Ein Stern in unserer Galaxie wird immer mysteriöser.

Seit 2015 rätseln die Forscher über den Stern KIC 8462852 der unregelmäßig seine Helligkeit verändert. Nähere Untersuchungen ergaben nun, dass der Stern schon in den ersten drei Jahren seitdem das Weltraumteleskop Kepler ihn beobachtete, seine Helligkeit um 1% abgenommen hat. Weiteren 6 Monaten später viel die Helligkeit sogar um weitere 2% ab. Ein solches verhalten wurde bisher noch nie beobachtet. Damit ist die Theorie, das Kometen den Stern verdunkeln, vom Tisch.

21.12.16       Neuer Empfänger lässt ALMA gezielt nach Wasser suche.

Mit den neuen Empfänger können nun Radiowellen zwischen 1,4 und  1,8 Millimeter erfasst werden. Dieser Bereich ist besonders schwer von der Erde aus zu beobachten, da es auch Wasser in der Atmosphäre gibt. Zum Glück liegt das Teleskop an einen extrem trockenen Ort in 5000 m Höhe.

19.12.16       Auch der Erdkern hat einen Jet-Stream.

Analog zu dem Jet-Stream in der Atmosphäre  auf der Nordhalbkugel, gibt es auch in 3000 km Tiefe im flüssige Eisenkern einen Stream. Dieser bewegt sich aber in entgegengesetzter Richtung nach Osten mit 40 km im Jahr. Er ist damit dreimal schneller als die typische Außenkerngeschwindigkeiten. Dies wurde mit Hilfe der Swarm Satelliten, die die Magnetatmosphäre der Erde untersuchen, entdeckt.

08.12.16       Planeten bilden sich aus deutlich kleinern Staubpartikeln.

Gerade mal 150 Mikrometer sind die “Samenkörner” in der planetaren Wolke groß. Damit sind sie 10 mal kleiner als bisher angenommen. Dies wurde mit dem ALMA-Teleskop an der Ringwolke des 500 Millionen Lichtjahren entfernten Sterns HD142527  gemessen.

07.12.16       Dunkle Materie wohl doch gleichmäßiger Verteil als angenommen.

Neuste Auswertungen einer riesigen Galaxien- Durchmusterung ergab, dass die Dunkle Materie weniger dicht, dafür aber gleichmäßiger Verteilt ist. Dies steht im Widerspruch zu dem Ergebnissen die mit dem Planck-Satelliten gemacht wurden. In der neuen Studie wurden 15 Millionen Galaxie mit dem VLT-Survey Teleskop der ESO untersucht. In Zukunft so hoffen die Forscher wird das Euclid-Weltraumteleskop zusammen mit dem Large Synoptic Survey Teleskop den Widerspruch lösen.

17.11.16       Der kleine Merkur schrumpft.

Dieses 1000 km lange, 400 km breite und 3,2 km tiefe Tal ist durch ein Schrumpfungsprozess des Merkurs entstanden. Man geht davon aus, dass der metallische Kern des Planeten um 14 km kleiner geworden ist. In der Kruste, die nur aus einer Platte besteht, kommt es dadurch zu diesen Einbrüchen.

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Blick auf den Grabenbruch (dunkelblau) und den Rembrandt Aufprallbecken (violett rechtsoben). Kredit: NASA / JHUAPL / Carnegie Einrichtung von Washington / DLR / Smithsonian Institution

13.10.16       Zehnmal mehr Galaxien im Universum als gedacht.

Dies haben Auswertungen von Deep-Field Aufnahmen vom Hubble-Teleskop ergeben. Demnach gib es mindestens 2 Billionen Galaxien. Dies bedeutet das nicht einmal 10% aller Galaxien bisher entdeckt wurden. 

06.10.16       Auch Saturnmond Dione besitzt wahrscheinlich einen flüssigen Ozean.

Auch er liegt unter einer rund 100 km dicken Eisschicht verborgen. Man rechnet das der  Ozean 10 km  tief ist. Damit ist er in guter Gesellschaft neben Titan und Enceladus. Weitere Kandidaten sind Europa, Callisto, Ganymed und wahrscheinlich Pluto.

26.09.16       Auch Jupitermond Europa hat Geysire.

Schon 2013 vermuteten die Forscher das  Wasser aus dem Ozean durch die rund 100 km dicken Eiskruste austritt. Wie schon auf dem Saturnmond Enceladus, wurde nun mit den Hubble-Telekop ein Geysir auf der Südhalbkugel entdeckt. Seine Wasserfontäne reicht 200 km ins All. Damit eröffnet sich die Möglichkeit relativ einfach in einer neuen Mission die Zusammensetzung des Wasser zu untersuchen.

07.09.16       Einzigartiges Relikt aus der frühen Phase der Milchstraße entdeckt.

Bisher dachte man das Terzan 5 ein gewöhnlicher Kugelsternhaufen ist. In solchen Gebilden sind die Sterne in etwa alle gleich alt und enthalten die gleichen Elemente. Nun stellt sich heraus, dass nicht nur  die Sterne unterschiedlich aufgebaut sind, sondern auch noch ein Altersunterschied von rund 7 Milliarden Jahre haben. Dies ist nur zu erklären, dass es statt einer kontinuierlichen Sternentwicklung, zwei verschiedene Epochen von heftigen Sternentstehungsphase gab. Es musste demnach für die zweite Phase der Sternentstehung große Mengen an Gas für die zweite Generation von Sterne dagewesen sein.Terzan 5 befindet sich in 19.000 Lichtjahre Entfernung im Schützen.

07.09.16       Bus großer Asteroid fliegt fast auf Höhe der geostationären Satelliten an der Erde vorbei.

Trotz der nur 38.463 km Entfernung, bestand für die Erde keine Gefahr. Erst am 28. August flog ein größer Brocken in 80.000 km an uns vorbei.

24.08.16       Erdähnlicher Planet vor der “Haustür” entdeckt.

Proxima Centauri liegt nur 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist damit der nächste Nachbarstern. Nur etwas größer als die Erde umrundet der Planet Proxima b den roten Zwergstern in nur 11 Tagen. Trotz der Nähe zum Stern befindet sich der Planet in der lebensfreundlichen Zone, da seine Sonne viel schwächer ist als unsere. Allerdings zwingt der Stern den Planeten wie die Erde den Mond zur einer gebundene Rotation. Auch könnte die UV- und Röntgenstrahlung zu hoch sein.  Der rote Zwerg befindet sich ganz in der Nähe vom hellen Sternpaar Alpha Centauri AB am Südhimmel.

29.07.16       Kosmischer Röntgenhintergrund wird von Schwarzen Löcher erzeugt.

Erstmal gelang die Entdeckung der Harten Röntgenstrahlung durch Schwarze Löcher. Sie wird im Gegensatz zur weichen Strahlung von der umgebenden Staub und Gasscheibe absorbiert. Entdeckt wurde die Harte Strahlung von dem amerikanischen Röntgensatelliten NuSTAR. Die Weiche Strahlung registrierte das Röntgenteleskop Chandra.

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Alle blauen Punkte sind Schwarze Löcher mit harter Röntgenstrahlung von 8 bis 24 Kiloelektronvolt. der Rest sind Schwarze Löcher mit weicher Röntgenstrahlung von 0,5 bis 7 Kiloelektronvolt.
© NASA / JPL-Caltech

27.07.16       Jupiters “Roter Fleck” ist in der Hochatmosphäre um 800° wärmer als die Umgebung.

Erhitzt wird die obere Atmosphäre in 800 km Höhe durch vertikale laufende Schallwellen, die der riesige Wirbelsturm erzeugt. Bislang gab es keine überzeugende Hinweise darauf, dass die tiefen und  höheren Luftschichten auf einem Gasriesen direkt vertikal gekoppelt sind und dadurch Energie aus dem Inneren nach außen übertragen wird.

29.06.16       Das Geheimnis um die weißen Flecken im Occator Krater auf Ceres ist gelüftet.

Es handelt sich um Natriumcarbonat (Soda bzw. kohlensaures Natrium). Es stieg mit Hilfe von Wasser aus dem inneren des Zwergplaneten auf, als sich der 92 km große und 4 km tiefe Krater durch einen Impact vor 30 Millionen Jahre bildete hatte. Das  Innere von Ceres besteht zu 40% aus Eis.  Mehr   Zum Bild Bildquelle: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA / PSI / LP   

15.06.16       LIGO entdeckt erneut direkt eine Gravitationswelle.

Bereits am 26.12.2015 wurde das Signal eingefangen. Es wurde von zwei zusammengestoßenen Schwarzen Löchern verursacht. Ihre Massen betrugen das 14- und 8-Fache der Sonne. Die Entfernung schätzt man auf 1,4 Milliarden Lichtjahre. Bei dem Zusammenstoß wurde eine Sonnenmasse an Energie freigesetzt. Ein weiteres Signal wartet schon auf die Auswertung.     Mehr   

15.06.16       Methanol in einer Staubscheibe und das Spiegelbild vom Molekül Propylenoxid entdeckt.

Mit dem ALMA Teleskop gelang zum ersten mal der Nachweis von Methanol in einer  fester Phase in einer protoplanetaren Scheibe. Dieses komplexe organische Molekül ist ein wichtiger Baustein für die Entstehung von Leben. Gefunden wurde es in 170 Lichtjahre Entfernung um TW Hydrae.  Die zweite Entdeckung ist das erste komplexe organischen chirale  Molekül im interstellaren Raum. Auch dieses Molekül spielt eine wesentliche Rolle für Biologie auf der Erde. Es wurde in eine Staub und Gas Wolke im Zentrum unserer Milchstraße vom Green Bank Radioteleskop entdeckt.

14.06.16       Neues Bild vom Pluto

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Credit: NASA / JHUAPL / SwRI

Obwohl es nun schon fast ein Jahr vergangen ist, als die Raumsonde New Horizons am Pluto vorbei flog, übersendet sie immer noch eindrucksvolle Bilder. Dieses  Bild zeigt den Übergang des riesigen Herzförmigen Eisfeld Spunik Planum zu einem zerklüftetem Hochland Krün Macula (Rugged highlands). Die rote Farbe im Hochland entsteht durch das organische Molekül Tholins im Sonnenlicht. Es liegt  2,5 km höher als die Ebene. Die Schluchten sind mehr als 40 km lang und 12 km breit. Sie sind bis zu 3,2 km tief und mit Stickstoffeis bedeckt.   Mehr

07.06.16       Ein fast perfekter “Einstein Ring” geschmiedet um eine alte Galaxie.

Der bläuliche Ring um eine 6 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie ist in Wirklichkeit nochmals 4 Milliarden Lichtjahre weiter entfernt. Die Schwerkraft der vorderen Galaxie hat das Licht zu einem Einstein Ring gebogen. Eindrucksvoller kann man die Vorhersagen von Albert Einstein  wohl kaum überbieten.

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Credit: Bild bildete von mehreren Bildern mit der DECam genommen Kamera auf der Blanco 4m Teleskop am Cerro Tololo Observatorium in Chile.

27.05.16       Zutaten für das Leben auf dem Kometen 67P  “Tschuri” gefunden.

Rosetta entdeckte in den Gas und Staubwolken die Aminosäure Glycin und Phosphor. Glycin ist für den Aufbau von Proteinen wichtig  und Phosphor ist eine Schlüsselkomponente bei der Bildung von DNA und Zellmembranen. Schon 2006 wurde beim Kometen Wild 2 Glycin entdeckt. Damals war man aber nicht sicher ob die Probe nicht doch kontaminiert waren. Damit erhärtet sich die Annahme, dass die Kometen eine wesentliche  Rolle bei der Entstehung von Leben auf der frühen Erde gespielt haben.    Mehr

29.03.16       Es geht noch viel heiser. Erde-Weltraum-Teleskop System entdeckt 10 Billionen Grad heißen Jet.

Eigentlich sollten die Jets von Schwarzen Löcher die 100 Milliarden Grad Grenze nicht überschreiten können. Das dies doch möglich ist wurde nun mit vereinten kräften bewiesen. Ein Interferometer Radioteleskop von acht Erddurchmesser bestehend aus dem Very Large Array in New Mexico, dem 100 m  Effelsberg-Teleskop in Deutschland, dem 300 m  Arecibo-Observatorium in Puerto Rico und dem 110 m Green Bank Teleskop in West Virginia. Dazu kommt noch der russische 10 m Radioastron Satellit  Spektr-R. Sie alle zusammen erreichten eine Auflösung von 26 Mikrobogen. Gefunden wurde die Quelle im 2 Milliarden Lichtjahren entfernten Quasar 3C 273.

24.03.16       Nahaufnahmen aus nur 395 km Höhe von Ceres.   Zum Video       Mehr

22.03.16       Gleich zwei Kometen innerhalb von zwei Tagen fliegen an der Erde vorbei.

Gestern passierte der 250 m Brocken 252P / LINEAR in 3,3 Millionen Kilometer Entfernung die Erde. Heute folgte der halb so große Brocken P / 2016 BA14 in nur 2,2 Millionen Kilometer Abstand. Damit ist er an dritter Stelle. 1770 und 1983 kamen uns Kometen noch näher. Eine Gefahr besteht in den nächsten hundert Jahren  durch sie nicht. Update 30. März: Neuste Radarmessungen ergaben das P/2016 BA14  mit einen mittleren Durchmesser von rund einen Kilometer deutlich größer ist als erwartet. Auch sind keine größere Einschlagskrater zu erkennen, was auf eine junge Oberfläche schließen lässt.

10.02.16       Einstein hatte  Recht. Gravitationswellen zum ersten Mal nachgewiesen.

1915 beschrieb Albert Einstein in der Allgemeinen Relativitätstheorie, dass die Gravitationswellen sich wie Schall-, oder Wasserwellen im Gewebe der Raumzeit ausbreiten und diese stauchen und dehnen könne. Er glaubte allerdings, dass diese Phänomen wohl nie beobachtet werden kann. In einer zusammenarbeit von mehr als 1000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, wurde nun  am LIGO in Livingston (Louisiana/USA) mit den in Deutschland gebauten Laser diese Welle entdeckt. (mehr) Dank seiner unglaublichen Empfindlichkeit - selbst ein Entfernungsunterschied von einer Atombreite auf einer Länge von 154 Millionen Kilometer (Erde-Sonne), würde es bemerken - registrierte man das Signal schon am 14. September 2015. Die Auswertungen ergaben, dass der Auslöser eine Kollision von zwei Schwarzen Löchern in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung ist. Bereits seit gut zwei Monaten ist der Erprobungssatellit LISA Pfadfinder im Orbit. Er soll die Instrumente testen mit denen 2034 die Gravitationswellen  vom Weltraum aus gemessen werden. (mehr) Statt zwei Stecken in L- Form von jeweils 2,5 Meilen länge wie beim LIGO, wird LISA ein gleichschenkliges Dreieck mit einer Kanntenlänge von einer Millionen Kilometer im Weltraum bilden. Jetzt scheint nichts mehr dagegen zu sprechen, dass wir die Stoßwellen des Urknalls entdecken und damit den Anfang vom Universum “hören”. Vielleicht werden wir sogar Erkenntnisse erlangen, die noch vor der Zeit der Geburt des Universums lagen. Update 22. März: Dokumentationsvideo auf englisch.

29.01.16       Flug über die Oberfläche vom Zwergplaneten Ceres.

2350 Fotos aus 1450 km Höhe von der Sonde Dawn aufgenommen, wurden zu einen Film verarbeitet. Zum Film des DLR.         Mehr

26.01.16       Virtuelle Radioantenne von 100.000 km Durchmesser  beobachtet heißeste Objekt im Detail.

15 erdgebundene und das russischen Weltraumradioteleskop Spektr-R wurden zu einem Radioteleskop zusammengeschaltet. Sie untersuchten im 1,3 cm Wellenbereich die 900 Millionen Lichtjahre entfernte, aktive Galaxie BL Lacertae. Mit nie dagewesener Detailschärfe werden die Akkretionsscheibe und Jets des massiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie untersucht.

15.01.16       Hellste bisher beobachtete Supernova lässt Forscher rätseln.

Mehrere Tausend mal heller als üblich, ist  ASAS-SN-15lh in rund 3,8 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Der Grund seiner ungewöhlichen Helligkeit ist noch nicht geklärt.

13.01.16       Rosetta entdeckt Wassereis auf der Oberfläche von 67P  “Tschuri”.

Obwohl ein großer Teil eines Kometen aus Wassereis besteht, ist Eis erst jetzt auf der Oberfläche entdeckt worden. Für eine kurze Zeit lag, durch Bergstürze verursacht, das Eis  frei.   Mehr

11.01.2016   Mega Galaxie aus dem frühen Universum entdeckt.

1000 mal größer als unser Milchstraße ist IDCS 1426  ein komplexer Haufen aus tausende von einzel Galaxien, die durch die Schwerkraft und den Einfluss  dunkler Materie zu einer verschmolzen ist. Vor  10 Milliarden Lichtjahren sollte nach jetzigen Kenntnisstand, eine so große Massenansammlung noch gar nicht möglich sein, da das Universum noch nicht genug abgekühlt war. Entdeckt wurde es mit dem Chandra  Röngtenteleskop.

2015

15.12.15       Endlich werden sie veröffentlicht. Tausende Bilder von “Tschuri” online.

Tausende von Bildern die die Kometensonde Rosetta mit der OSIRIS und NAVCAM Kamera gemacht haben, hat nun endlich die ESA veröffentlicht. Neben den Kometen werden auch die Bilder gezeigt, die sie auf ihrer 10 jährigen Reise  gemacht hat. Am Ende sollen alle Bilder veröffentlicht werden.   Zur Website    Mehr

06.11.15       Nun ist es amtlich. Der Mars verliert seine Atmosphäre durch den Sonnenwind.

Was schon lange vermutet wurde hat nun die Marssonde MAVEN bestätigt. Der Sonnenwind entreist, je nach Stärke aus der Hochatmosphäre, 100 bis 2000 Gramm an Moleküle pro Sekunde. Die führte über die Milliarden Jahre zur fast völligen Vernichtung der Atmosphäre. Fehlendes Magnetfeld und geologische Inaktivität lässt den Sonnenwind sein zerstörerische Werk vollenden.

30.10.15       Ammoniakeis auf  dem Plutomond Charon entdeckt.

Entdeckt wurde es von New Horizons in einem Krater. Ob das Gas durch den Impaktor oder aus dem inneren des Mondes kommt, ist unklar. Wenn ja, könnte der Mond wesentlich länger geologisch aktiv gewesen sein, da Ammoniak bei weitaus tiefere Temperaturen flüssig bleibt.  Mehr   Update 6. Dez. 2015: Video mit den schärfsten Bilder vom Pluto.

28.10.15       Molekularer Sauerstoff auf dem Kometen 67P “Tschuri” entdeckt.

Rosetta konnte zum ersten Mal freie, nicht chemisch gebundene Sauerstoffmoleküle auf einen Kometen entdecken. Da sie anscheinen nicht aus dem Wassereis stammen, rätseln nun die Forscher wie sie die Entstehungszeit bis heute überstanden haben.   Mehr

18.09.15       Neue atemberaubende Bilder von Pluto.

Seit einigen tagen sendet New Horizons wieder Bilder zur Erde. Es wird noch sehr lange dauern bis  alle Bilder die Erde erreichen, da die Übertragungsrate vergleichbar ist mit den Anfangstagen des Internets.

Kredit: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute

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Zu sehen ist die eisige Ebene von Sputnik Planum “Herzregion”. Aufgenommen am 14.07.2015 aus 80.000 km Entfernung 
Mehr

Pluto-Wide-FINAL-9-17-15

Ein Blick zurück 15 Minuten nach der größten Annäherung kurz nach Sonnenuntergang. Im Gegenlicht sind mehr als ein Dutzend Dunstschichten von der Atmosphäre zu sehen. Rechts oben ist die Ebene von Sputnik Planum zu erkennen.  Die Bildbreite beträgt 1.250 km. Aufgenommen am 14.07.15 aus 18.000 km Entfernung.

Pluto-Mountains-Plains 9-17-15

Nahaufnahme des linken westlichen  Randgebietes vom Sputnik Planum. Zu sehen sind die bis zu 3.500 m hohen schroffen Berge von Norgay Montens. Die Bildbreite beträgt 380 km.

06.08.15       Video von der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres in 2D und 3D.    Mehr

06.08.15       Mond wandert vor der Erde entlang.

Aus 1,6 Mill. km blickte der amerikanischer Klimasatellit DISCOVER zurück zur Erde. Zusehen ist die Rückseite des Mondes über den Pazifik vor der amerikanischen Küste.  Zum Video

16.07.15       Pluto und Charon mit sehr junger Oberfläche.

Die ersten Nahaufnahmen von New Horizons belegen, dass die Beiden geologisch aktiv seien. Es gibt bis zu 3,5 km hohe Eisberge und einen 1000 km langen Canyon sowie auch ausgedehnte, flache und glatte Bereiche. Das einzige was man nicht findet sind die unzähligen Einschlagskrater. Ihr fehlen deutet auf ein höhsten 100 Millionen Jahre alte, eisige Oberfläche hin.  Zur Raumfahrt-Seite

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Pluto aus 450.000 km Entfernung am 13.07.15 aufgenommen. Seine Farben wurden verstärkt um die geologischen Unterschiede besser hervorzuheben.

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Ausschnitt aus der Herzregion zeigt bis zu 3,5 km hohe Berge in einer Eislandschaft die ohne Krater sind.   Bilder: © NASA JHUAPL, SWRI

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Charon mit einem dunklen Nordpol und einem 1000 km langen Canyon. Auch er hat fast keine Krater.

15.07.15       Gibt es hier auch noch eine passende Erde? Jupiterzwilling mit Sonnenzwilling entdeckt.

Die Grundvoraussetzung für ein Ebenbild unseres Sonnensystems ist gefunden. Der Stern HIP 11915 im Walfisch gleicht nicht nur unserer Sonne, auch hat diese einen Exoplaneten auf der fast gleich Umlaufbahn wie der Jupiter. Zur Krönung von allem hat dieser Planet auch noch annähernd exakt die gleiche Masse. Ob allerdings das 185 Lichtjahre entfernte System tatsächlich unserem System gleicht, werden erst weiter Untersuchungen zeigen.

04.07.15       Tiefe Löcher auf dem Kometen 67P “Tschuri”

Rätselhafte, fast  kreisrunde Schächte entdeckte Rosetta. Sie fallen teils senkrecht in bis zu 210 m Tiefe. Der Durchmesser liegt zwischen wenigen  Dutzend bis zu mehren hundert Metern. Vermutlich sind sie durch einstürzende  Hohlräume entstanden.  Mehr

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Eines von vielen bis zu 210 m tiefen  Schächten. Aufgenommen im September 2014 aus 28 km Entfernung. (Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA).

03.07.15      Die Fastenzeit ist vorbei. Schwarzes Loch nach 26 Jahren wieder aktiv.

Neues “Futter” vom Nachbarstern ist der Auslöser, für die heftigen Ausbrüche  in den gesamten Spektralbereich. V404 Cygni ist ein Doppelsternsystem. Wobei ein Stern das S.L. in nur 6,5 Tagen umkreist. Dabei entzieht das S.L. den Stern Materie, die wiederum  die Akkretionsscheibe stark aufheizt.

29.06.15       Exoplanet Gliese 436b mit einen “Kometenschweif”.

Der 30 Lichtjahre entfernte Planet hat nicht nur eine ausgedehnte Atmosphäre, sondern zieht auch noch einen gigantischen Gasschweif aus Wasserstoff hinter sich her. Dies war während eines Transits um seinen Mutterstern beobachtet worden.

15.05.15       Erstmals ein Quarsar-Quartett entdeckt.

Gefunden wurden die kosmischen Leuchtfeuer  in einer Nebelwolke namens Jackpot-Nebel. Dieser 10,5 Milliarden Lichtjahre entfernter Nebel hat eine Ausdehnung von rund eine Million Lichtjahre.   Wie es zu einer solchen dichten Ansammlung kommen konnte ist noch ungeklärt, da sich derartige Strukturen in den vorherschwenden Modellrechnungen eigentlich nicht bilden können.  Entdeckt wurden sie mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii.

13.05.15       Zwergplanet Ceres komplett kartiert. “ Weiße Fecken bleiben ein Rätsel.

Die mit Impaktkratern übersäte Oberfläche deutet auf ein hohes Alter hin. Flache Regionen mit wenigen Karter dagegen sind eventuell durch innere geologische Prozesse erneuert worden. Ob die weißen Flecken in den Kratern aus Wassereis oder durch Salzablagerungen aus dem Innern von Ceres gebildet wurden, wird wohl erst geklärt werden, wenn die Raumsonde DAWN in einem tieferen Orbit sich befindet. Dies wird nun passieren,da die erste Erkundungsphase beendet ist. Nächstes Ziel ist eine polarer Umlaufbahn in 4.400 km über der Oberfläche. Mehr      Zur Raumfahrt  Seite

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Animierte Sequenz aus Aufnahmen vom 3-4. Mai 2015. Die Auflösung beträgt 1,3 km pro Pixel. Die Sonde befand sich während der Aufnahmen  in einer Polaren Umlaufbahn in 13.600 km Entfernung.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)

07.05.15       Erstmals ein Sonnensystem mit  gleich vier Exoplaneten  direkt abgebildet,

Dies gelang mit dem 2* 8,4 m Large Binocolar Teleskop (LBT) in Arizona. Die vier jupiterähnlichen Gasriesen umkreisen den 130 Lichtjahre entfernten Stern HR 8799 im Sternbild Pegasus. Schon  bereits 2008 und 2010  gelang es sie einzeln zu beobachten. Anhand der alten und neuen Aufnahmen war es nun möglich die Umlaufbahnen genau zu berechen. Dabei zeigte sich, dass bei diesem System eine Bahnresonanz vorliegt. Während eines Umlaufes von “b” in 164,25 Tagen macht “c” zwei, “d” vier und “e” acht Umläufe.   Mehr

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Der Zentalstern ist auf dieser Infrarotaufnahme durch eine Maske abgedeckt. (Bild: A.-L. Maire, Large Binocular Telescope Observatory)

24.04.15       Herzlichen Glückwunsch. Hubble- Weltraumteleskop wird 25 Jahre alt. 

22.04.15       Erstmals Exoplaneten im sichtbarem Licht beobachtet.

Dies gelang der ESO mit dem Präzisions Spektrografen HARPS am “kleinen” 3,6 m La Silla Observatorium. 51 Pegasi b erlangte schon 1995 als erste entdeckter Exoplanet Berühmtheit.

19.04.15       Komet Tschurjumow-Gerassimenko 67P besitzt kein Magnetfeld.

Dank des unplanmäßigen dreimaligen Hüpfen vom Lander Philae, konnte dieser zusammen mit der Rosettasonde die Magnetisierung des Kometen genau untersuchen. Dabei stellte sich heraus, dass es keinerlei Anzeichen von Magnetismus gibt. Dies deutet darauf hin, dass in der Entstehungsphase unseres Sonnensystems Magnetismus bei Objekten über einen Meter keine nennenswerte Rolle gespielt hat. Mehr

16.04.15       Schwarzes Loch mit starken Magnetfelder in unmittelbare Nähe entdeckt.

Wieder einmal sorgt das ALMA-Radioteleskop für eine außergewöhnliche Entdeckung.  Am Fußpunkt des Jets der die Materie Senkrecht zur Akkretionsscheibe mit nahezu Lichtgeschwindigkeit vom S.L. wegstößt maßen sie Feldstärken von mehreren 10 Gaus (Erde 0,3-0,6 Gaus).

14.04.15       Dunkle Materie nicht gleichmäßig verteilt.

Die Dunklen Materie ist ebenso  wie die sichtbare Materie entlang sogenannter Filamente verteilt, die wie ein dreidimensionales Gespinst den Weltraum durchziehen. Sie trägt damit maßgeblich an der Entstehung der Galaxien bei.

11.04.15       ALMA entdeckt komplexe organische Moleküle in der protoplanetaren Scheibe um den Stern MWC 480.

Um den erst rund 1 Million Jahre jungen Stern fand das Radioteleskop im Außenbereich der Scheibe einen ganzen Cocktail aus Kohlenwasserstoffverbindungen die als “Bausteine des Lebens” gelten. Besonders Cyanwasserstoff (HCN) und das noch komplexere Methylcyanid (CH3CN) ist in solcher Menge vorhanden, dass man damit alle Ozeane der Erde füllen könnte. Nun ist bewiesen, dass sich solche Moleküle schon bei der Entstehung der Sonnen bilden können und nicht zerstört werden. Sie überdauern im “Gefrierschrank” am Rand der Scheiben (wie z.B. Keupergürtel oder Oortsche Wolke) bis zum heutigem Tage.  Somit ist die Grundlage für das Leben universell möglich.  Der Stern von der doppelt Größe der Sonne liegt in 455 Lichtjahre Entfernung im Sternbild Stier.

08.04.15       ALMA - Radioteleskop gelingt schärftes Bild eines Einsteinrings um die Galaxie SDP.81

Nicht nur alle 66 Antennen brauchte man, um die 12 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie abzubilden. Viel wichtiger ist die nur 4 Milliarden entfernte Galaxie in der Sichtlinie im Vordergrund (blau). Sie dient als Gravitationslinse, die das Licht des weit entfernten Objektes verstärken und es um sich herum zu einem Ring verzehren kann. 

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Der Ring in rötlichen Farbtönen ist im Millimeterwellenlängenbereich aufgenommen. Die besonders scharfen Abbildungen zeigen warme Staubpartikel. Der deffuse Bereiche besteht aus Kohlenmonoxid. Das bläuliche Leuchten ist die Vordergrund Galaxie, die vom Hubble-Teleskop im sichtbarem Licht aufgenommen wurde.(Bild: ALMA (NRAO/ESO/NAOJ); B. Saxton NRAO/AUI/NSF; NASA/ESA Hubble, T. Hunter (NRAO))

04.04.15       Aus einer gewöhnlichen Nova Nova Vul 1670 wird eine Sternkollision.

Die seit 1670 bekannte Nova im Sternbild Füchschen (unterhalb vom Kopf des Schwanes) entpuppt sich nach neuster Untersuchung im Submillimerter- und Radiowellenbereich  als eine Sternkollision, wobei einer der beiden Stern “explodierte.” Damit ist das ungewöhnliche Verhalten der ehemaligen Nova geklärt.

27.01.15       Stern J1407 wird umrundet von einem Super-Saturn J1407b mit einem gigantischen Ringsystem.

Mit 120 Millionen km Durchmesser ist das Ringsystem fast so groß wie die Erdumlaufbahn um die Sonne. Die 37 Einzelringe sind durch deutliche Lücken getrennt, was auf Monde hindeuten. Die Masse des Exopaneten liegt zwischen 10 bis 70 Jupitermassen. Damit könnte er auch ein Brauner Zwerg sein.

26.01.15       Asteroid 2004 BL86 zwar kleiner, aber dafür mit einem Mond.

Radarmessungen mit 70 m  Antenne DSS-14 vom Deep Space Network ergaben, dass der Asteroid nur 325 m statt 500 m groß ist. Überraschend wurde auch noch ein 70 m großer Mond bei seinem Vorbeiflug in 1,2 Millionen km   entdeckt. Man vermutet dass rund 16% aller erdnahen Asteroiden die größer als 200 m sind, ein bis zwei Monde besitzen. Obwohl er die Sonne alle 1,84 Jahre umrundet, kommt er der Erde erst am 29.01.2256 wieder so nah.      Mehr

2004 BL 86 fliegt am Mond vorbei. An den rotierenden Lichtschwankungen kann man den Mond vom Asteroiden erkennen. Film besteht aus 20 Einzelaufnahmen.  Bild: NASA, JPL-Caltech)

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23.01.15       Von wegen dicken Hals. 67P “Tschuri” droht am Hals auseinander zu brechen. Rosetta findet organische Verbindungen.

Der Hals der die beiden Körper des Kometen verbindet ist seine Sollbruchstelle. Vielleicht bricht er schon bei dem jetzigen Sonnenumlauf auseinander. Die wohl interessanteste  Entdeckungen ist das Auffinden von langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen. Sie sind die Vorläufer von Aminosäuren, die Bausteine des Lebens. Damit steht fest, dass sich die Grundbausteine des Lebens parallel mit der Entstehung des Sonnensystem in ihren Außenbereich  vor 4,5 Milliarden Jahren gebildet haben.

(Bilder: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)

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Bei dieser stark überbelichteten Aufnahme -Komet ist pechschwarz- erkennt man, dass die stärksten Gas- und Staubausbrüche im Bereich des Halses austreten.

Deutlich ist der 500 m lange Riss im Hals zusehen. Kaum zu glauben, dass seine Dichte vergleichbar mit der von Kork ist. Dass dies so ist, liegt an seiner hohe Porosität von 70-80%. D.h. er ist eine losen Ansammlung von Eis und Staub. Seine vielfältige, bizarre Oberfläche hat nicht nur äußerst gute wärmeisolierenden Eigenschaften sondern neben Felsbrocken, Berghänge, Klippen und Gräben sogar auch Dünen. Zum Bild   Weiters Landschaftsbild aus 8 km Entfernung.  Zum Bild

Einige Grunddaten über den Kometen in einem Bild zusammengefasst.          Mehr

20.01.15       Neuer Typ von Galaxie entdeckt.

Die ultradiffuse Galaxien sind besonders Lichtschwach. Sie haben zwar die ungefähre Größe der Milchstraße, besitzen aber gerade mal 60 Millionen statt 400 Milliarden Sonnenmassen.

16.01.15       Auf der Suche nach Exoplaneten geht es auch kleiner. NGTS-Projekt beginnt.

Mit einem Verbund von 12 Teleskopen mit je nur 20 cm Spiegeldurchmesser, die aber mit hochempfindlichen Kameras ausgestattet sind, beginnt die Suche nach Exoplaneten mit der Transitmethode. Betrieben werden die automatischen Teleskope vom Paranal Observatorium in Chile  von der ESO.

16.01.15       Massereiche Sonnen können sich nur bilden, wenn Magnetfelder die massereichen Staubwolken stabilisieren.

Zu dieser Erkenntnis kamen die Forscher  des Max Planck Institut für Radioastronomie während der Untersuchung der Dunkelwolken Schlange und Ziegelstein in der Milchstraße.

15.01.15       Asteroid 2004 BL86 fliegt am 26. Januar an der Erde vorbei.

Der 500 m große Brocke ist keine Gefahr für die Erde, da er die Erde in einen Abstand von 1,2 Millionen Kilometer passiert.

14.01.15       Größte Digitalkamera der Welt für die Durchmusterung des Himmels  wird gebaut.

Die gigantische Kamera von 2,8 t  ist 3 m lang, 1,6  m breit. Die Detektorfläche mit 3200 Megapixel hat einen Durchmesser von 64 cm. Die Kamera wird an den 8,4 m Hauptspiegel vom LSST montiert. Gebaut wird dieses lichtstärkste Durchmusterungsteleskop der Welt auf dem chilenischen Berg Cerro Pachon. Ab 2022 soll es in Betrieb gehen. Dabei wird es unter anderem möglichst alle Sterne der Milchstraße erfassen..

08.01.2015   Gleich drei annähernd erdgroße  Planeten und 16 transneptunische Objekte entdeckt.

Alle Drei Planeten liegen innerhalb der habitablen Zone.  Damit hat das Kepler Weltraumteleskop bis jetzt insgesamt 8 erdgroße und 1000 weitere Planeten entdeckt.  Nebenbei entdeckte das Suchprogramm “Dark Energy Survey”  16 Objekte jenseits der Neptunbahn während der Suche nach Supernova-Explosionen in fernen Galaxien.

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