Video von Katzenpfotennebel NGC 6334. Zoomfahrt aufgenommen im sichtbaren und infrarotem Licht mit  den neuen Teleskop der ESO (VISTA) am Paranal-Observatorium in Chile.

Zur umfangreichen Linkliste.

Virtueller Flug über den Mond

Video: Atacama sternenklare Nächte: Episode I

Sombrero Galaxy

Kombination aus Infrarot und visuellem Bild Sombrero Galaxy

M16_Compo_v3

Adlernebel aufgenommen visuell von Hubble,
in  Röntgenspektrum von XMM Newton,
und im Infraroten von Herschel.

Katzenauge

Katzenauge
NGC 6543

helixnebel

Das Auge von Sauron
Der Helixnebel

eso1205d

Helixnebel  NGC 7293
Aufnahme von VISTA und La Silla Teleskop der ESO

Andromeda

Infrarotaaufnahme von der
Andromeda Galaxie

Cartwheel Galaxy

Cartwheel Galaxy
Falschfarbenkomposition

Aufnahmen von Hubble- und Spitzer Teleskop der NASA
Credit:
NASA, ESA

Aufnahme von Chandra-, Hubble- und Spitzer Teleskop der NASA
Credit:
NASA, ESA

News Ticker Astronomie   

27.09.18       Erste Bilder direkt von der Oberfläche des Asteroiden Ruyugs.

Die zwei winzigen, hüpfenden, japanischen Rover (Minerva-II1A und B), die am 12. September auf dem 900 m großen Brocken gelandet sind, übermitteln nun die ersten Bilder. Zur Webseite

08.08.18      ESA veröffentlicht eindrucksvolles Video von der weichen Landung Rosettas auf dem Kometen 67P.

Das Video stammt von der Landung vom 30. Sep. 2016 .
Bild rechts wurde am 10. 02. 2016 aufgenommen und am 06.08.2018 veröffentlicht.
Kredit: ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS-Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA - CC BY SA 4.0;Bestätigung: S Atkinson

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24.07.18       Flüssiges Wasser auf dem Mars entdeckt.

Mit Hilfe ihres Radars hat die Sonde Mars Express nun Gewissheit geschaffen. In 1,6 km Tiefe fand sie einen See unter dem Eis am Südpol. Dieser ist rund 20 km groß und mindestens 1 m tief und wahrscheinlich sehr salzig. Weitere Untersuchungen sollen folgen.

12.07.18       Erstmals den gemeinsamen Ursprungsort von kosmischen Neutrinos und -Strahlen entdeckt.

Am IceCube Neutrino Observatorium in der Antarktis  gelang es diese geisterhaften Teilchen aufzuspüren. Zusammen mit weiteren Observatorien konnte die Quelle ermittelt werden. Sie stammen aus einem 4 Milliarden Lichtjahren entfernten aktiven Schwarzen Loch im Herzen einer Galaxie im Sternbild Orion.

02.07.18       Ein Planet wird geboren. Das SPHERE-Instrument am VLT ist live dabei.

Zum ersten Mal gelang die direkte Abbildung eines sich gerade bildenden Planeten in der Gas- und Staubwolke. Er ist zwei bis dreimal so groß wie Jupiter und rund 1000° heiß. Seine Bahn um den Zwergstern PDS 70  ist mit Uranus vergleichbar. Der mit einem Koronagraphen  abgedunkelte Stern ist 5,4 Millionen Jahre jung und nur 370 Lichtjahre entfernt.

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Deutlich ist der Planet als heller Fleck rechts vom abgedunkelten Stern zu sehen.
Kredit: A. Müller ua / ESO

27.06.18       Ein “Keks” im All. Erdnaher Asteroid Ryugu ist fast quadratisch.

Nach gut dreieinhalb Jahren hat die japanische Asteroidensonde Hayabusa-2 den ungewöhnlich aus- sehenden 900 m Brocken erreicht. In einer Entfernung von 20 km wird  dieser nun untersucht. Anfang Oktober soll dann der deutsch-französischen Lander MASCOT auf den Asteroiden landen. Er wird den Brocken hüpfend an mehren Stellen untersuchen. 2020 ist eine Rückführung von Asteroidenmaterial zur Erde geplant.  Zur Raumfahrtseite

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Aufnahme aus 22 km Entfernung. Credit: JAXA, University of Tokyo, Kochi  University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of  Technology, Meiji University, University of Aizu, AIST

26.06.18       ESA veröffentlicht sämtliche Fotos die die Kometensonde Rosetta gemacht hat.

Fast 100.000 hochauflösende Fotos eines Kometen, zwei Asteroiden, Erde und Mars sind nun online verfügbar. Zur Datenbank   Mehr

08.06.18      Curiosity findet kein 100 % Beweis von frühen Leben auf dem Mars.

Zwar wurden organische Verbindungen im Boden sowie  zyklischen Konzentrationen von Methan in der Marsatmosphäre entdeckt. Dies könnte aber auch durch natürlichen Ursprung  verursacht worden sein. Organisches Material können durch Kometen und Asteroiden Einschläge auf dem Mars gelangen. Auch Methan kann durch natürliche Prozesse im Boden freigesetzt werden. Erst der europäische ExoMars-Rover soll ab 2020 ganz gezieht nach Lebensspuren suchen.

21.05.18      Interstellarer Einwanderer entdeckt. Ungewöhnlicher Asteroid auf der Jupiterbahn.

Asteroid 2015 BZ509 ist im Gegensatz zu dem erst kürzlich durch unser Sonnensystem jagenden A/2017 U1 (mehr) ein Objekt, dass schon seit fast dem  Anfängen dabei ist. Allerdings hat er sich nie integriert. Seine Bahn um die Sonne ist genau entgegengesetzt (retrograd). Entdeckt wurde er mit dem Pan-STARRS Teleskop.

15.05.18       Gierig wird neu definiert. Schnellstes wachsende Schwarze Loch entdeckt.

Alle zwei Tage verspeist das Loch eine Masse von der Größe unserer Sonne. Dabei entsteht Licht das 20 Milliarden mal der Masse unsere Sonne entspricht. Es wächst dadurch um 1% alle eine Million Jahre. Sein Ereignishorizont ist tausende Male heller als eine ganze Galaxie. Befände es sich im Zentrum unsere Milchstraße, würde es 10 mal so hell sein wie der Vollmond und ihre Röntgenstrahlung würde ein leben auf der Erde wohl unmöglich machen. Erst mit der Vermessungssatellit Gaia entdeckte man, dass dieses helle Objekt in Wahrheit ein Schwarzes Loch verbirgt. Glücklicherweise ist es von uns 12 Milliarden Lichtjahre entfernt.

11.04.18       Jupiters Monstersturm auf der Nordhalbkugel in 3D.

Mit der Juno Jupitersonde (zur Raumfahrtseite) gelang dieses Infrarot-3D-Bild des bis zu 4.600 km großen Zyklon. Je dunkler die Farben desto tiefer die Temperatur und höher die Wolken. Die Temperaturen liegen  dabei zwischen minus 83° und minus 13° für den hellgelben Bereich.  Mehr
Bild: NASA / JPL-Caltech / SwRI / ASI / INAF / JIRAM

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11.04.18       Staubscheiben von jungen Sterne in unbekannter Detailgenauigkeit.

Das neue Instrument SPHERE am VLT der ESO ist in der Lage, das Licht eines Stern so auszublenden, dass dadurch seine Umgebung beobachtbar wird. Man hofft auf die direkte Beobachtung von Exo-Planeten. Bei den Staubscheiben ist dieses Kunststück schon geglückt. Die Sterne sind rund 10 Millionen Jahre alt und befinden sich in einer Entfernung zwischen 230 und 550 Lichtjahren. Bild: ESO/H. Avenhaus et al./E. Sissa et al./DARTT-S and SHINE collaborations

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03.04.18       Neun Milliarden Jahre entfernter Stern entdeckt.

Normalerweise können selbst die besten Teleskope einzelne Sterne nur bis zu einer Entfernung von 100 Millionen Lichtjahre sehen. Dass dies trotzdem gelang, lag an einem Galaxiehaufen in 5 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Seine Schwerkraft plus eines weitern schweren Objektes in der Nähe des Sterns erzeugte eine Gravitationlinse, die das Licht des Blauen Überriesen Lensed Star 1 um das 2000 Fache verstärkte.

28.03.18       Es geht auch ohne. Galaxie fast ohne Dunkle Materie gefunden.

NGC1052-DF2 unterscheidet sich von allen beobachteten Galaxien. Sie ist die Einzige die ohne die Gravitationskraft der Dunklen Materie auskommt. Gerade wegen ihres Fehlens scheint nun der Beweis erbracht zu sein, dass es diese ominöse Materie doch wohl gibt und wir nicht einer Täuschung unterliegen.

14.03.18       Zwergplanet Ceres ist immer noch aktiv.

Auf der Südhalbkugel des größten Objektes im Asteroidengürtel befindet sich der 20 km großen Einschlagkrater Juling.  Er besitzt eine 3,6 km² große eishaltige Fläche, die von der Raumsonde Dawn fotografiert wurde. 6 Monate später stellte man bei einem Bildervergleich fest, dass nicht nur die eishaltige Fläche auf 5,5 km² angewachsen ist, sondern auch auf den steilen Kraterwällen Wassereis vorkommt. Damit wurde zum ersten Mal eine Veränderung auf Ceres direkt beobachtet.  Mehr

06.03.18       Totgesagte leben längern. Gleich zwei Sterne sind nach dem Tod wieder aktiv.

2014 entdeckte man eine Supernova. Beim durchsuchen der Archive fand man an der gleichen Stelle, das  1954 der Stern schon mal eine Supernova war. Dies ist das erste Mal, dass so ein Phänomen beobachtet wurde. Wie dies möglich ist, ist noch nicht genau verstanden. Wahrscheinlich gehört er zur Gruppe der allerersten Sterne. Diese haben im Gegensatz zur heutigen Sternen keine Metalle (nur Atome bis Helium). Im zweitem Fall erweckt ein Roter Riese mit seinen Winden einen fast zum Stillstand gekommenen Neutronenstern. Die Fütterung durch den Roten Riesen lässt den toten Neutronenstern wieder im Röntgenlicht erstrahlen. Wie sich dieses ungleiche Paar entwickeln konnte ist unklar. Wahrscheinlich war der Neutronenstern einst ein Weißer Zwerg, der durch die ständige Fütterung zu einem Neutronenstern kollabierte.

14.02.18       Aus vier mach eins. Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16 m Teleskop.

Mit dem neuen EXPRESSO-Spektrografen können nun die vier einzelnen 8,2 m Teleskope so zusammen- geschaltet werden, dass daraus ein einziges 16 m Teleskop entsteht. Es hat dabei im Gegensatz zum schon langen benutzten Interferometer, die gleiche Winkelauflösung wie eines der Einzelteleskope. Mit diesem Verfahren lässt sich besonders gut lichtschwache Exoplaneten  beobachten.  Das VLT ist nun das größte und lichtstärkste Teleskop der Welt.

17.01.08       Erstmals Schwarzes Loch in einem Kugelsternhaufen entdeckt.

Das inaktive Schwarze Loch befindet sch in NGC 3201 im südlichen Sternbild Segel. Es ist 16.000 Lichtjahre entfernt und hat 4,4 Sonnenmassen. Entdeckt wurde es mit den MUSE Instrument am VLT .

10.01.18       3D Reise durch den Orionnebel. Aufgenommen mit dem Hubble Teleskop.    Zum Video

10.01.18       Jupiter überrascht nicht nur mit seinen bizarren Bildern.

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Bildnachweis: Gerald Eichstädt und Seán Doran

Die Jupitersonde Juno macht nicht nur Aufnahmen wie gemahlt von der Wolkenoberfläche des Planetens, sondern überrascht uns, dass wir ein völlig falsche Bild vom inneren des Planetens haben. Sein Kern ist weder sehr klein und dicht oder gar nicht vorhanden, sondern besitzt einen enorm “unscharfen” Kern. Auch sein Magnetfeld ist doppelt so stark wie angenommen. Die Polarlichter sind ohne einen ersichtlichen Grund 100 mal stärker als erwartet. Zu aller Verwunderung verhalten sie sich an den Polen nicht synchron.

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Kredit: Betsy Asher Hall / Gervasio Robles / NASA / JPL-Caltech / SwRI / MSSS

03.01.2018   Roter Riese mit riesigen Blasen beobachtet.

Pi1 Gruis hat zwar nur die 1.5-fache Masse der Sonne, dafür ist ihr Durchmesser aber um 350-fach größer. Ihre Leuchtkraft ist zudem gleich mehrere tausendfach heller als die Sonne. Mit dem VLT gelang eine Aufnahme der Oberfläche des 530 Lichtjahren entfernten Sterns. Dabei entdeckte man Blasen von 120 Millionen Kilometer Größe. Dies entspricht die die Entfernung Sonne zu Venus. Der Stern hat mittlerweile sein Wasserstoff verbraucht und wandelt nun Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff um. Am Ende seiner Roten- Riesen-Phase wird er seine äußeren Hülle abstoßen und zu einem Weißen Zwerg in Mitten eines planetarischen Nebels werden, genau wie unsere Sonne.  Bild: ESO

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2017

12.12.17      Tiefer Blick in den Großen Roten Fleck des Jupiters. 

Mit dem Microwellen Radiometer (MWR) der US Raumsonde Juno gelang erstmals die Tiefe  des 16.000 km² großen Wirbelsturms zu bestimmen. Von der oberen Wolkenschicht reicht die Verwirbelung bis zu 350 km tief. Der Wirbelsturm wird seit 1850 kontinuierlich beobachtet.

15.11.17       Exoplanet mit angenehmen Klima in unserer  “Nachbarschaft” entdeckt.

Er umrundet in nur 9,9 Tagen den roten Zwergstern Ross 128. Trotz seiner extremen Nähe, ist sein Klima sehr wahrscheinlich lebensfreundlich, da sein Mutterstern zu den deutlich ruhigen Vertretern gehört. Der Felsplanet Ross 128 b  hat die 1,35-Fache Masse der Erde und seine Temperatur dürfte zwischen plus 20° und minus 60° liegen. Er befindet sich in nur 11 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Jungfrau. Da er sich auf uns zubewegt, wird er den momentan nächsten Exoplaneten Proxima b (mehr) in nur 79.000 Jahren ablösen. Entdeckt wurde er von der ESO am La Silla Observatorium.  

10.11.17       Expandierendes “Echo” von einer Supernova SN 2014J.

Sie explodierte am 21. Januar 2014 in der 11,4 Millionen Lichtjahre Entfernten Galaxie M 82.  Die ausbreitenden Lichtstrahlen werden nun in der umgebenden Gaswolken reflektiert und erreichen uns dadurch verspätet. Die Aufnahmen des Lichtrings wurden mit dem Hubble Teleskop über ein Zeitraum von 2 Jahren gemacht. Zum Video
Credit: NASA, ESA und Y. Yang (Texas A & M und Weizmann Institute of Science, Israel)

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31.10.17       Es geht auch anders. Riesenplanet umkreist Zwergstern.

Eigentlich dürfte es sowas gar nicht geben, denn der Zwergstern  NGTS-1 ist nur halb so groß wie die Sonne hat aber einen Planeten von der Größe des Jupiters, der ihn in 2,6 Tagen umkreist. Entdeckt wurde das 600 Lichtjahre entfernten Sternsystem vom Paranal Observatorium der ESO.

26.10.17       Besuch aus dem interstellaren Raum. Asteroid A/2017 U1 durchquerte das inner Sonnensystem.

Am 9. September stürzte der 400 m große Brocken mit 92.0000 km / h fast senkrecht zur Planetenebene  ins innere Sonnensystem und kreuzte dabei die Mekurbahn. Nach der Umrundung der Sonne folgte am 14. Oktober eine weiteres kreuzen  der Planetenebene. Hierbei näherte er sich der Erde bis auf 24 Millionen Kilometer.  Durch seine Hyperbolischen Umlaufbahn  wird er nun unser Sonnensystem für immer verlassen.

24.10.17       Hubble´s Messier Katalog.

Alle 107 Entdeckungen von Charles Messier (1730 -1817) in Wort und Bild.  Zur Webseite

16.10.17       ESO-Teleskope beobachten erstmals das Licht einer Gravitationsquelle.

Gleich noch ein Höhepunkt am heutigen Tag (s.unten). Die Verschmelzung zweier Neutronensterne lösten nicht nur einen heftigen Gammastrahlenausbruch aus, sondern auch eine Gravitationswelle. Beide Signale wurde am 17. August  2017 entdeckt. Nachdem das LIGO-Vigro-Netzwerk die Gravitationswelle im Südlichen Sternenhimmel aufzeichnete, entdeckten gleich 2 Sekunden später zwei Weltraumteleskope (Fermi und INTEGRAL) den dazugehörenden Gammablitz. Alle zu Verfügung stehende Teleskope richteten sich nun auf die Quelle. Sie liegt nur 130 Millionen Lichtjahre entfernt in einer linsenförmigen Galaxie NGC 4993 im Sternbild Wasserschlange. Dies ist auch der dichteste Gamma-Ray der je entdeckt wurde. Bei solch einer Verschmelzung entstehen schwere Elemente wie Gold und Platin.  Update 17.10.17: Erste Bilder der Kilonova (bedeutet 1000-Fach heller als eine normale Nova).  Damit hat eine neue Ära der Astronomie begonnen: Die Multimessenger Astrophysik mit gleich der ersten Erkenntnis, dass auch Gravitationswellen sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und somit in Zukunft als Entfernungsmesser  dienen können.

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Die Kilonova  befindet sich jeweils Links oberhalb vom hellen Kern der Galaxie NGC 4993.  Im linken Bild ist sie goldgelb.

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Bild von der Kilonova die durch die Verschmelzung Entstand. Aufgenommen vom Hubble-Teleskop am 17. August

Mehrere  Aufnahmen von ESO-Teleskopen vom 17. August in unterschiedlichen Wellenlängen. Oben links: Beobachtungen vom OmegaCAM (einem Weitfeld-Imager) auf dem VLT-Survey-Teleskop. Rechts oben: Die VISTA InfraRed CAMera (VIRCAM) auf dem VISTA (Sicht- und Infrarot-Vermessungsteleskop). Unten links: Der Gammastrahlen-Burst-Optischer / Nahinfrarot-Detektor (GROND) auf dem 2,2-Meter-Teleskop MPG / ESO. Unten rechts: Der Visible MultiObject Spectrograph (VIMOS) am VLT. Mitte: Der Multi Unit Spectroscopic Explorer am VLT.

16.10.17       Es kommt Licht im dunkel der Dunklen Materie.

Gleich zwei Forschungseinrichtungen gelang es, die fehlenden sogenannten Baryonen zu finden. Sie verstecken sich in diffusen Gasfilamente zwischen den Galaxien und in den Halos der Galaxien. Diese Entdeckung bedeutet, dass wir jetzt beginnen können, eine ganze Karte des Universum zu erstellen, so die Forscher.

12.10.17       Asteroid 2012 TC4 “schrammt” die Erde.

Der 10 bis 15 m große Brocken flog in nur 42.000 km (Fernsehsatelliten befinden sich in 36.000 km) Entfernung an der Erde vorbei. Eine Gefahr bestand nicht.

11.10.17       Ringsystem um Zwergplanet Haumea im Kuiper Gürtel entdeckt.

Das System ist 70 km breit und 1000 km von der Oberfläche entfernt. Entdeckt wurde dies, als der in der Längsachse mindestens 2300 km große Brocken, den Stern URAT1 533-182543 am 21. Jan. 2017 bedeckte. Nun könnte aber seine ovale Form den Status eines Zwergplaneten  berauben. Gleich 12 Teleskope waren an der Beobachtung  beteiligt.

29.09.17       Hubble Teleskop findet den weitesten entfernten aktiven Kometen.  

Obwohl der rund 22 km große Komet C/2017 K2 (PANSTARRS) erst auf Höhe der Saturnbahn sich befindet, ist er schon mit einer Koma umgeben. Sie ist 10-mal größer als die Erde. Aus der Oortschen Wolke kommend, ist er zum ersten Mal auf dem Weg ins innere Sonnensytem. Bei Nachforschungen entdeckte man “K2” nun auch auf Bilder die 2013 mit dem Kanada-Frankreich-Hawaii-Teleskop (CFHT) gemacht wurden. Auch zu diesem Zeitpunkt war er schon aktiv, obwohl er sich erst zwischen der Umlaufbahn von Uranus und Neptun befand. Noch nie zuvor hatte man die Gelegenheit einen Kometen so früh zu beobachten. Erst 2022 wird er die Sonne auf Höhe der Marsbahn umrunden.

27.09.17       LIGO- und Virgo-Observatorien erkennen gemeinsam eine Schwarzlochkollision

Die Fusion zweier Schwarzer Löcher in 1.8 Milliarden Lichtjahren Entfernung wurden zum ersten Mal gleich in drei Gravitation-Observatorien entdeckt. Das erst im August  neu eröffnete Vigro Observatorium in Italien bei Pisa entdeckte zusammen mit den LIGO Observatorien  in den USA die Welle. Das Schwarze Loch hat nun eine Masse von 53  Sonnen. 3 Sonnenmassen sind als Gravitatioswellenenergie durch die Fusion umgewandelt. Durch die Zusammenlegung der drei Observatorien besteht nun die Möglichkeit die Quelle mit den herkömmliche Teleskopen zu finden (z.B. bei der Fusion von Neutronen Sterne). Entdeckt wurde die Welle am 14. August.    Mehr

22.09.17       Schwere Schäden am Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico.

Hurrikan Maria zog mit aller Macht über die Karibikinsel und verwüstete sie schwer. Auch das zweitgrößte Radioteleskop der Welt wurde dabei erheblich beschädigt. Update 29.Sep.: Schäden geringer als ursprünglich vermutet.

20.09.17       Hochenergiereiche Kosmische Strahlung kommt wohl aus fernen Galaxien.

Während die Kosmische Strahlung mit niedriger Energie gleichmäßig aus allen Richtungen kommt, gibt es bei energiereichen Strahlung eine deutliche  Asymmetrie. Sie ist 90° zum galaktischen Zentrum versetzt, wo eine besonders hohe Galaxie Dichte herrscht. Entdeckt wurde dies mit dem Pierre Auger Observatorium in Argentinien. Dieses auf Komische Strahlung spezialisierte Observatorium besteht aus 1600 jeweils 12 t. Wassertanks, verteilt über eine Fläche von 3000 km².

03.07.17       Erstmals den “Tanz” zweier Supermassive Schwarze Löcher beobachtet.

In der 750 Millionen Lichtjahren Entfernten riesigen elliptischen Galaxie 0402 + 379 umkreisen sich  die beiden  rund 15 Milliarden Sonnenmassen schweren Schwarzen Löcher. Sie sind nur 24 Lichtjahre voneinander entfernt und brauchen für einen Umlauf 30.000 Jahre. Ob sie auch  Verschmelzen ist ungewiss. Entdeckt wurde sie durch eine zwölfjährige Beobachtung mit dem Very Long Baseline Array. Dies ist ein Zusammenschluß von 10 Radioteleskopen in Amerika.

01.07.17       LIGO findet dritte Gravitationswelle innerhalb von eineinhalb Jahren.

Die Gravitationswelle GW170140 wurde von zwei sich verschmelzenden schwarzen Löchern ausgelöst, die die Detektoren schon am 4. Januar 2017 traf. Ihre Massen betrugen  31 bzw. 19 Sonnen. Da ihre Rotationsachsen nicht gemeinsam ausgerichtet waren, stammen sie nicht wie üblich aus einen Doppelsternsystem. Sie wurden durch äußere Kräfte (dichte Sternhaufen) auf Kollisionskurs gebracht.    Das neu entstandene Schwarze Loch hat nun die Masse von rund 49 Sonnen. Es liegt damit genau zwischen den bisher gefunden schwarzen Löchern.  Mit rund 3 Milliarden Lichtjahre Entfernung ist es doppelt so weit entfernt wie ihre Vorgänger.   Mehr

31.05.17       Saturnmond Enceladus einst umgekippt.

Nach einer genaueren Analyse der Oberflächenstruktur und Massenverteilung spricht alles dafür, dass die Rotationsachse von Enceladus vor langer Zeit um 55° “umgekippt” ist. Dadurch läßt sich auch die jetzige  Asymmetrie der Pole erklären. Ursache könnte ein Asteroideneinschlag gewesen sein. Zur Sonderseite

29.07.17       Nix mit Supernova. Riesenstern verschindet und wird ein Schwarzen Loch.

Durch eine gewaltige Explosion sprengen große Sterne ihre äußere Hülle ab, während der Rest sich immer weiter verdichtet. Dabei können sie sich je nach Masse bis zum Schwarzen Loch verdichten. Nicht so beim Riesenstern N6946-BH1. Innerhalb von acht Jahren kollabierte der leuchtende Stern still und heimlich zu einem S. L.  Nur im Infrarotbereich ist ein schwaches glühen noch erkennbar. Wahrscheinlich wird es durch Gaswolken die in das Schwarze Loch stürzen verursacht. Diese Beobachtung könnte nun erklären warum es so viele erstaunlich schwere, stellare Schwarze Löcher gibt. 

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© NASA/ESA/C. Kochanek (OSU) (Ausschnitt)

Linkes Bild: 2007 war der Stern noch deutlich in der “Feuerwerksgalaxie” NGC 9646 zu sehen.
Rechtes Bild: acht Jahre später ist er verschwunden.

26.05.17       Baubeginn des größten optisch- nahinfraroten Teleskops der Welt.

Das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO bekommt einen 39 m großen Hauptspiegel. Dieser besteht aus 798 sechseckigen Spiegeln von jeweils 1,4 m Größe. Sein Standort liegt auf dem Paranal in Chile unweit vom VLT, die dann gemeinsam vom Paranal-Observatorium aus bedient werden.

19.04.17       Bester Exoplanet Kandidat für die Suche nach Leben entdeckt.

Der 40 Lichtjahre entfernte roten Zwergstern LHS 1140 im Sternbild Walfisch beherbergt eine Supererde mit 1,4 Erdmassen. In der bewohnbaren Zone umkreist er alle 25 Tage sein Mutterstern. Entdeckt  wurde der Planet mit dem La Silla-Teleskop von der ESO, die erst vor 2 Wochen einen spektakulären Planeten entdeckte. S. unten 

19.04.17       620 m großer Asteroid fliegt an der Erde vorbei.

Trotz seine gefährlichen Größe ist 2014 JO25 keine Gefahr, da er in 1,6 Mill. km Entfernung die Erde passiert. 2027 rückt uns dagegen der 800 m Brocken 1999 AN 10 bis auf 380.000 km auf die Pelle.

18.04.17       Dunkle Materie versteckt sich im Halo der Galaxien und bilden Brücken zwischen Galaxien-paaren.

Obwohl 80% des Universums aus diesem mysteriösen Partikeln besteht, kann man sie nur indirekt über die Gravitation entdecken. Mit dem Durchmusterungsteleskop SDSS wurden die Brücken bei 23.000 Paaren entdeckt. Sie sind durchschnittlich 23 Millionen Jahre lang und 8 Millionen Jahre breit. dabei sind sie schwer wie 16  Billionen Sonne Massen. Auch entdeckten sie dass die Halos um die Milchstraße und anderen Galaxien  eine deutlich größere  Ausdehnung haben. Die Wasserstoff-Dunstglocken lösen nun einen großen Teil des Problems der fehlenden Masse von Galaxien.

06.04.17       Erstmals Exoerde mit einer dichten Atmosphäre entdeckt.

Exoplanet GJ 1132b ist 39 Lichtjahre entfernt und umkreist den Zwergstern GJ 1132 in 1,6 Tagen.Seine Masse  ist rund 1,6 mal größer als die der Erde. Trotz seiner Nähe zum Stern hat er eine Atmosphäre die wahrscheinlich aus Wasserdampf oder Methan besteht. Entdeckt  wurde der Planet mit dem La Silla-Teleskop von der ESO.

22.03.17       Viel los auf dem Kometen 67P “Tschuri”. Kometenklippe kollabiert.

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Die breite Staubwolke in Bild links Mitte die Rosetta am 10. Juli 2015 fotografierte wurde von einem 70 m langen und 1 m breiten Klippensturz verursacht. Das Material stürzte dabei 134 m in die Tiefe. Ganz links die noch intakte Aswan-Klippe. Der Pfeil markiert Bruchstelle. Im rechten Teil oben sieht man das frisch freigelegte helle Material. Die Klippe liegt in der Seth-Region gelbes Rechteck. 

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Copyright ESA / Rosetta / NavCam - CC BY-SA IGO 3.0; ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA

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Bild rechts:
Weitere Stelle auf dem Kometen die sich verändert haben.
 Mehr

PIA21566

Bild links: Nicht nur Klippen brechen ab, sondern auch dieser 30 m und 12,7 t schwere Brocken (Pfeil) wurde 140 m weit bewegt. Zwei weitere atemberaubende 3-D Bilder von der Aswan- Klippe. Zu Bild 1 und Bild 2Rot-Grün-Brille benutzen.   

15.03.17       Dunkle Materie im frühen Universum mit deutlich weniger Einfluss als vermutet.

Als vor 10 Milliarden Jahren in den massereichen Galaxien die Sternenentstehung ihren Höhepunkt hatte, dominierte die gewöhnliche Materie. Dies äußert sich durch die unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit gegenüber heutigen Galaxien. Bei jungen Galaxien fällt im äußerem Bereich die Geschwindigkeit deutlich ab, ganz im Gegensatz zu den heutigen älteren Galaxien bei dehnen der innere wie äußere Bereich gleich schnell rotiert.  Entdeckt wurde diese Phänomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik.

15.03.17       Neue Überraschung von Exoplanetensystem TRAPPIST-1

Erste Auswertungen des Weltraumteleskop Kepler ergaben eine deutlich längere Umdrehung des Zwergstern TRAPPIST-1. Statt 1,2 Tage sind es  3,3 Tage. Dies hat Auswirkungen auf sein geschätztes Alter. Es steigt nun von 500 Millionen auf 3 bis 8 Milliarden Jahre. Damit ist das System unserm Sonnensystem ähnlich. Somit steigt die Hoffnung auf ein belebtes System.  Mehr

09.03.17       Subaru-Teleskop veröffentlicht ihre “kosmische Volkszählung”.

Der erste Datensatz des Hyper Suprime-Cam Subaru Strategic Program (HSC-SSP) ist nun frei zugänglich. Die schönsten Bilder aus einem 80 Terabyte Datensatz können über eine spezielle Datenbank abgerufen werden.  Zur Webseite

08.03.17       ALMA findet Sauerstoff und Sternenstaub bei der weitentferntesten Galaxie die je beobachtet wurde.

Das Licht von der Geburt der Galaxie A2744_YD4 entstand gerade mal als das Universum 600 Millionen Jahre jung war. Schon in dieser Frühphase muss es daher schon Supernovae aus der ersten Sternengeneration  gegeben haben. Sie erzeugen während ihres Todes die Wolken aus Sternenstaub und Sauerstoff.

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Die Aufnahme zeigt den Galaxienhaufen Abel 2744. Aufgenommen mit dem Hubble-Weltraumteleskop. Das kleine rote Bild  zeigt die Galaxie A2744_YD4. Aufgenommen mit dem ALMA- Teleskop. Kredit: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), NASA, ESA, ESO and D. Coe (STScI)/J. Merten (Heidelberg/Bologna)

07.03.17       Die weißen Flecken im Occator Krater auf Ceres sind deutlich jünger als gedacht.

Die weißen Salzablagerungen in Mitten des Kraters haben sich nicht wie vermutet während der Krater Entstehung gebildet. Sie bildeten sich erst durch Kryovulkanismus vor etwa 4 Millionen Jahre. Neben den Zwergplanet Cerses hat auch der Saturnmond Enceladus und Pluto diese Form  des Vulkanismus.  Mehr

25.02.17       Ein Video über die Atmosphäre des Jupiters.

Zwischen Dezember 2014 und März 2015 haben 91 Amateurfotografen 1000 hochauflösende Bilder von Jupiter gemacht. Diese wurden zu einem sehenswerten  Film zusammen gefasst.  Zum Video

22.02.17       Kühler Zwergstern mit gleich sieben erdgroßen Planeten entdeckt.

Davon befinden sich mindestens drei in der bewohnbaren Zone. Entdeckt wurde dieses außergewöhnliche System durch eine zusammenarbeit von drei Teleskope mit Hilfe der Transit-Methode. Neben den ESO Teleskopen TRAPPIST-South am La Silla Observatorium und den VLT, war auch das Weltraumteleskop Spitzer beteiligt. TRAPPIST-1 ist nur etwas größer als Jupiter. Sein Planetensystem passt in die Umlaufbahn des Merkurs. Es liegt im Wassermann in rund nur 40 Lichtjahre Entfernung. 

12.01.17       Spektakuläre Explosion am Himmel um das Jahr 2022 erwartet. Zwei Sternen auf Kollisionskurs

Das Binärsystem KIC 9832227 befinden sich in eine Todesspirale in 1800 Lichtjahren Entfernung. Dabei umkreisen sich die beiden Sterne alle 11 Stunden. Sie sind sich schon so nah, daß sie eine gemeinsame Atmosphäre bilden. Zwischen 2021 bis 2023 werden sie dann in einer gewaltigen Explosion  Verschmelzen. Noch nie zuvor ist ein solches Ereignis zeitlich vorhergesagt und in seiner Gesamtheit beobachtet worden.  Da das Schauspiel im Sternbild Schwan statt findet, ist es auch für uns  günstig zu beobachten. Die Menschheit hat sozusagen einen Logenplatz um live mit dabei zu sein, obwohl eigentlich diese kommende Ereignis schon längst vor 1800 Jahren stattfand. Das Licht hat uns nur noch nicht erreicht.

04.01.17       Nach fast 10 Jahren ist die Quelle eines der seltenen und kurzen kosmischen Radiowellen Ausbrüche gefunden.

FRB 121102 stammt aus einer Zwerggalaxie in 3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Das nur wenige Millisekunden lang andauernde Signal wurden zuletzt 2012 wieder entdeckt. Mit Hilfe mehrere Radioteleskope gelang nun im Herbst 2016 die genaue Lokalisierung. Wie solche hochenergetischen  Ausbrüchen entstehen ist noch nicht geklärt.

02.01.2017   Mars hatte über Hunderte von Jahrmillionen Wasser auf seine Oberfläche..

Dies ergaben Untersuchungen der Sedimentstrukturen, die sich vor etwa 3,8 Milliarden Jahre gebildet haben. Diese Strukturen sind in den großen Einschlagskrater zu erkenne. Dort wurden auch Tonminerale entdeckt, die sich nur mit Hilfe von Wasser bilden können. Ob diese Feuchtphase allerdings ausgereichte um Leben zu bilden, hängt unter anderem auch davon ab, ob es nur eine durchgängige oder mehre “kurze” feuchte Phasen gegen hat.

2016

29.12.16       Ein Stern in unserer Galaxie wird immer mysteriöser.

Seit 2015 rätseln die Forscher über den Stern KIC 8462852 der unregelmäßig seine Helligkeit verändert. Nähere Untersuchungen ergaben nun, dass der Stern schon in den ersten drei Jahren seitdem das Weltraumteleskop Kepler ihn beobachtete, seine Helligkeit um 1% abgenommen hat. Weiteren 6 Monaten später viel die Helligkeit sogar um weitere 2% ab. Ein solches verhalten wurde bisher noch nie beobachtet. Damit ist die Theorie, das Kometen den Stern verdunkeln, vom Tisch.

21.12.16       Neuer Empfänger lässt ALMA gezielt nach Wasser suche.

Mit den neuen Empfänger können nun Radiowellen zwischen 1,4 und  1,8 Millimeter erfasst werden. Dieser Bereich ist besonders schwer von der Erde aus zu beobachten, da es auch Wasser in der Atmosphäre gibt. Zum Glück liegt das Teleskop an einen extrem trockenen Ort in 5000 m Höhe.

19.12.16       Auch der Erdkern hat einen Jet-Stream.

Analog zu dem Jet-Stream in der Atmosphäre  auf der Nordhalbkugel, gibt es auch in 3000 km Tiefe im flüssige Eisenkern einen Stream. Dieser bewegt sich aber in entgegengesetzter Richtung nach Osten mit 40 km im Jahr. Er ist damit dreimal schneller als die typische Außenkerngeschwindigkeiten. Dies wurde mit Hilfe der Swarm Satelliten, die die Magnetatmosphäre der Erde untersuchen, entdeckt.

08.12.16       Planeten bilden sich aus deutlich kleinern Staubpartikeln.

Gerade mal 150 Mikrometer sind die “Samenkörner” in der planetaren Wolke groß. Damit sind sie 10 mal kleiner als bisher angenommen. Dies wurde mit dem ALMA-Teleskop an der Ringwolke des 500 Millionen Lichtjahren entfernten Sterns HD142527  gemessen.

07.12.16       Dunkle Materie wohl doch gleichmäßiger Verteil als angenommen.

Neuste Auswertungen einer riesigen Galaxien- Durchmusterung ergab, dass die Dunkle Materie weniger dicht, dafür aber gleichmäßiger Verteilt ist. Dies steht im Widerspruch zu dem Ergebnissen die mit dem Planck-Satelliten gemacht wurden. In der neuen Studie wurden 15 Millionen Galaxie mit dem VLT-Survey Teleskop der ESO untersucht. In Zukunft so hoffen die Forscher wird das Euclid-Weltraumteleskop zusammen mit dem Large Synoptic Survey Teleskop den Widerspruch lösen.

17.11.16       Der kleine Merkur schrumpft.

Dieses 1000 km lange, 400 km breite und 3,2 km tiefe Tal ist durch ein Schrumpfungsprozess des Merkurs entstanden. Man geht davon aus, dass der metallische Kern des Planeten um 14 km kleiner geworden ist. In der Kruste, die nur aus einer Platte besteht, kommt es dadurch zu diesen Einbrüchen.

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Blick auf den Grabenbruch (dunkelblau) und den Rembrandt Aufprallbecken (violett rechtsoben). Kredit: NASA / JHUAPL / Carnegie Einrichtung von Washington / DLR / Smithsonian Institution

13.10.16       Zehnmal mehr Galaxien im Universum als gedacht.

Dies haben Auswertungen von Deep-Field Aufnahmen vom Hubble-Teleskop ergeben. Demnach gib es mindestens 2 Billionen Galaxien. Dies bedeutet das nicht einmal 10% aller Galaxien bisher entdeckt wurden. 

06.10.16       Auch Saturnmond Dione besitzt wahrscheinlich einen flüssigen Ozean.

Auch er liegt unter einer rund 100 km dicken Eisschicht verborgen. Man rechnet das der  Ozean 10 km  tief ist. Damit ist er in guter Gesellschaft neben Titan und Enceladus. Weitere Kandidaten sind Europa, Callisto, Ganymed und wahrscheinlich Pluto.

26.09.16       Auch Jupitermond Europa hat Geysire.

Schon 2013 vermuteten die Forscher das  Wasser aus dem Ozean durch die rund 100 km dicken Eiskruste austritt. Wie schon auf dem Saturnmond Enceladus, wurde nun mit den Hubble-Telekop ein Geysir auf der Südhalbkugel entdeckt. Seine Wasserfontäne reicht 200 km ins All. Damit eröffnet sich die Möglichkeit relativ einfach in einer neuen Mission die Zusammensetzung des Wasser zu untersuchen.

07.09.16       Einzigartiges Relikt aus der frühen Phase der Milchstraße entdeckt.

Bisher dachte man das Terzan 5 ein gewöhnlicher Kugelsternhaufen ist. In solchen Gebilden sind die Sterne in etwa alle gleich alt und enthalten die gleichen Elemente. Nun stellt sich heraus, dass nicht nur  die Sterne unterschiedlich aufgebaut sind, sondern auch noch ein Altersunterschied von rund 7 Milliarden Jahre haben. Dies ist nur zu erklären, dass es statt einer kontinuierlichen Sternentwicklung, zwei verschiedene Epochen von heftigen Sternentstehungsphase gab. Es musste demnach für die zweite Phase der Sternentstehung große Mengen an Gas für die zweite Generation von Sterne dagewesen sein.Terzan 5 befindet sich in 19.000 Lichtjahre Entfernung im Schützen.

07.09.16       Bus großer Asteroid fliegt fast auf Höhe der geostationären Satelliten an der Erde vorbei.

Trotz der nur 38.463 km Entfernung, bestand für die Erde keine Gefahr. Erst am 28. August flog ein größer Brocken in 80.000 km an uns vorbei.

24.08.16       Erdähnlicher Planet vor der “Haustür” entdeckt.

Proxima Centauri liegt nur 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist damit der nächste Nachbarstern. Nur etwas größer als die Erde umrundet der Planet Proxima b den roten Zwergstern in nur 11 Tagen. Trotz der Nähe zum Stern befindet sich der Planet in der lebensfreundlichen Zone, da seine Sonne viel schwächer ist als unsere. Allerdings zwingt der Stern den Planeten wie die Erde den Mond zur einer gebundene Rotation. Auch könnte die UV- und Röntgenstrahlung zu hoch sein.  Der rote Zwerg befindet sich ganz in der Nähe vom hellen Sternpaar Alpha Centauri AB am Südhimmel.

29.07.16       Kosmischer Röntgenhintergrund wird von Schwarzen Löcher erzeugt.

Erstmal gelang die Entdeckung der Harten Röntgenstrahlung durch Schwarze Löcher. Sie wird im Gegensatz zur weichen Strahlung von der umgebenden Staub und Gasscheibe absorbiert. Entdeckt wurde die Harte Strahlung von dem amerikanischen Röntgensatelliten NuSTAR. Die Weiche Strahlung registrierte das Röntgenteleskop Chandra.

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Alle blauen Punkte sind Schwarze Löcher mit harter Röntgenstrahlung von 8 bis 24 Kiloelektronvolt. der Rest sind Schwarze Löcher mit weicher Röntgenstrahlung von 0,5 bis 7 Kiloelektronvolt.
© NASA / JPL-Caltech

27.07.16       Jupiters “Roter Fleck” ist in der Hochatmosphäre um 800° wärmer als die Umgebung.

Erhitzt wird die obere Atmosphäre in 800 km Höhe durch vertikale laufende Schallwellen, die der riesige Wirbelsturm erzeugt. Bislang gab es keine überzeugende Hinweise darauf, dass die tiefen und  höheren Luftschichten auf einem Gasriesen direkt vertikal gekoppelt sind und dadurch Energie aus dem Inneren nach außen übertragen wird.

29.06.16       Das Geheimnis um die weißen Flecken im Occator Krater auf Ceres ist gelüftet.

Es handelt sich um Natriumcarbonat (Soda bzw. kohlensaures Natrium). Es stieg mit Hilfe von Wasser aus dem inneren des Zwergplaneten auf, als sich der 92 km große und 4 km tiefe Krater durch einen Impact vor 30 Millionen Jahre bildete hatte. Das  Innere von Ceres besteht zu 40% aus Eis.  Mehr   Zum Bild Bildquelle: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA / PSI / LP   

15.06.16       LIGO entdeckt erneut direkt eine Gravitationswelle.

Bereits am 26.12.2015 wurde das Signal eingefangen. Es wurde von zwei zusammengestoßenen Schwarzen Löchern verursacht. Ihre Massen betrugen das 14- und 8-Fache der Sonne. Die Entfernung schätzt man auf 1,4 Milliarden Lichtjahre. Bei dem Zusammenstoß wurde eine Sonnenmasse an Energie freigesetzt. Ein weiteres Signal wartet schon auf die Auswertung.     Mehr   

15.06.16       Methanol in einer Staubscheibe und das Spiegelbild vom Molekül Propylenoxid entdeckt.

Mit dem ALMA Teleskop gelang zum ersten mal der Nachweis von Methanol in einer  fester Phase in einer protoplanetaren Scheibe. Dieses komplexe organische Molekül ist ein wichtiger Baustein für die Entstehung von Leben. Gefunden wurde es in 170 Lichtjahre Entfernung um TW Hydrae.  Die zweite Entdeckung ist das erste komplexe organischen chirale  Molekül im interstellaren Raum. Auch dieses Molekül spielt eine wesentliche Rolle für Biologie auf der Erde. Es wurde in eine Staub und Gas Wolke im Zentrum unserer Milchstraße vom Green Bank Radioteleskop entdeckt.

14.06.16       Neues Bild vom Pluto

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Credit: NASA / JHUAPL / SwRI

Obwohl es nun schon fast ein Jahr vergangen ist, als die Raumsonde New Horizons am Pluto vorbei flog, übersendet sie immer noch eindrucksvolle Bilder. Dieses  Bild zeigt den Übergang des riesigen Herzförmigen Eisfeld Spunik Planum zu einem zerklüftetem Hochland Krün Macula (Rugged highlands). Die rote Farbe im Hochland entsteht durch das organische Molekül Tholins im Sonnenlicht. Es liegt  2,5 km höher als die Ebene. Die Schluchten sind mehr als 40 km lang und 12 km breit. Sie sind bis zu 3,2 km tief und mit Stickstoffeis bedeckt.   Mehr

07.06.16       Ein fast perfekter “Einstein Ring” geschmiedet um eine alte Galaxie.

Der bläuliche Ring um eine 6 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie ist in Wirklichkeit nochmals 4 Milliarden Lichtjahre weiter entfernt. Die Schwerkraft der vorderen Galaxie hat das Licht zu einem Einstein Ring gebogen. Eindrucksvoller kann man die Vorhersagen von Albert Einstein  wohl kaum überbieten.

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Credit: Bild bildete von mehreren Bildern mit der DECam genommen Kamera auf der Blanco 4m Teleskop am Cerro Tololo Observatorium in Chile.

27.05.16       Zutaten für das Leben auf dem Kometen 67P  “Tschuri” gefunden.

Rosetta entdeckte in den Gas und Staubwolken die Aminosäure Glycin und Phosphor. Glycin ist für den Aufbau von Proteinen wichtig  und Phosphor ist eine Schlüsselkomponente bei der Bildung von DNA und Zellmembranen. Schon 2006 wurde beim Kometen Wild 2 Glycin entdeckt. Damals war man aber nicht sicher ob die Probe nicht doch kontaminiert waren. Damit erhärtet sich die Annahme, dass die Kometen eine wesentliche  Rolle bei der Entstehung von Leben auf der frühen Erde gespielt haben.    Mehr

29.03.16       Es geht noch viel heiser. Erde-Weltraum-Teleskop System entdeckt 10 Billionen Grad heißen Jet.

Eigentlich sollten die Jets von Schwarzen Löcher die 100 Milliarden Grad Grenze nicht überschreiten können. Das dies doch möglich ist wurde nun mit vereinten kräften bewiesen. Ein Interferometer Radioteleskop von acht Erddurchmesser bestehend aus dem Very Large Array in New Mexico, dem 100 m  Effelsberg-Teleskop in Deutschland, dem 300 m  Arecibo-Observatorium in Puerto Rico und dem 110 m Green Bank Teleskop in West Virginia. Dazu kommt noch der russische 10 m Radioastron Satellit  Spektr-R. Sie alle zusammen erreichten eine Auflösung von 26 Mikrobogen. Gefunden wurde die Quelle im 2 Milliarden Lichtjahren entfernten Quasar 3C 273.

24.03.16       Nahaufnahmen aus nur 395 km Höhe von Ceres.   Zum Video       Mehr

22.03.16       Gleich zwei Kometen innerhalb von zwei Tagen fliegen an der Erde vorbei.

Gestern passierte der 250 m Brocken 252P / LINEAR in 3,3 Millionen Kilometer Entfernung die Erde. Heute folgte der halb so große Brocken P / 2016 BA14 in nur 2,2 Millionen Kilometer Abstand. Damit ist er an dritter Stelle. 1770 und 1983 kamen uns Kometen noch näher. Eine Gefahr besteht in den nächsten hundert Jahren  durch sie nicht. Update 30. März: Neuste Radarmessungen ergaben das P/2016 BA14  mit einen mittleren Durchmesser von rund einen Kilometer deutlich größer ist als erwartet. Auch sind keine größere Einschlagskrater zu erkennen, was auf eine junge Oberfläche schließen lässt.

10.02.16       Einstein hatte  Recht. Gravitationswellen zum ersten Mal nachgewiesen.

1915 beschrieb Albert Einstein in der Allgemeinen Relativitätstheorie, dass die Gravitationswellen sich wie Schall-, oder Wasserwellen im Gewebe der Raumzeit ausbreiten und diese stauchen und dehnen könne. Er glaubte allerdings, dass diese Phänomen wohl nie beobachtet werden kann. In einer zusammenarbeit von mehr als 1000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, wurde nun  am LIGO in Livingston (Louisiana/USA) mit den in Deutschland gebauten Laser diese Welle entdeckt. (mehr) Dank seiner unglaublichen Empfindlichkeit - selbst ein Entfernungsunterschied von einer Atombreite auf einer Länge von 154 Millionen Kilometer (Erde-Sonne), würde es bemerken - registrierte man das Signal schon am 14. September 2015. Die Auswertungen ergaben, dass der Auslöser eine Kollision von zwei Schwarzen Löchern in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung ist. Bereits seit gut zwei Monaten ist der Erprobungssatellit LISA Pfadfinder im Orbit. Er soll die Instrumente testen mit denen 2034 die Gravitationswellen  vom Weltraum aus gemessen werden. (mehr) Statt zwei Stecken in L- Form von jeweils 2,5 Meilen länge wie beim LIGO, wird LISA ein gleichschenkliges Dreieck mit einer Kanntenlänge von einer Millionen Kilometer im Weltraum bilden. Jetzt scheint nichts mehr dagegen zu sprechen, dass wir die Stoßwellen des Urknalls entdecken und damit den Anfang vom Universum “hören”. Vielleicht werden wir sogar Erkenntnisse erlangen, die noch vor der Zeit der Geburt des Universums lagen. Update 22. März: Dokumentationsvideo auf englisch.

29.01.16       Flug über die Oberfläche vom Zwergplaneten Ceres.

2350 Fotos aus 1450 km Höhe von der Sonde Dawn aufgenommen, wurden zu einen Film verarbeitet. Zum Film des DLR.         Mehr

26.01.16       Virtuelle Radioantenne von 100.000 km Durchmesser  beobachtet heißeste Objekt im Detail.

15 erdgebundene und das russischen Weltraumradioteleskop Spektr-R wurden zu einem Radioteleskop zusammengeschaltet. Sie untersuchten im 1,3 cm Wellenbereich die 900 Millionen Lichtjahre entfernte, aktive Galaxie BL Lacertae. Mit nie dagewesener Detailschärfe werden die Akkretionsscheibe und Jets des massiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie untersucht.

15.01.16       Hellste bisher beobachtete Supernova lässt Forscher rätseln.

Mehrere Tausend mal heller als üblich, ist  ASAS-SN-15lh in rund 3,8 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Der Grund seiner ungewöhlichen Helligkeit ist noch nicht geklärt.

13.01.16       Rosetta entdeckt Wassereis auf der Oberfläche von 67P  “Tschuri”.

Obwohl ein großer Teil eines Kometen aus Wassereis besteht, ist Eis erst jetzt auf der Oberfläche entdeckt worden. Für eine kurze Zeit lag, durch Bergstürze verursacht, das Eis  frei.   Mehr

11.01.2016   Mega Galaxie aus dem frühen Universum entdeckt.

1000 mal größer als unser Milchstraße ist IDCS 1426  ein komplexer Haufen aus tausende von einzel Galaxien, die durch die Schwerkraft und den Einfluss  dunkler Materie zu einer verschmolzen ist. Vor  10 Milliarden Lichtjahren sollte nach jetzigen Kenntnisstand, eine so große Massenansammlung noch gar nicht möglich sein, da das Universum noch nicht genug abgekühlt war. Entdeckt wurde es mit dem Chandra  Röngtenteleskop.

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